Basiskurs Außerklinische Beatmung (Pädiatrie)

 

                        

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Die im Dezember 2009 veröffentlichte S2-Leitlinie „Nichtinvasive und invasive Beatmung als Therapie der chronisch Respiratorische Insuffizienz“ beschreibt die allgemeinen strukturellen, personellen und technischen Anforderungen in der außerklinischen Beatmungsversorgung. Ein Schwerpunkt der Leitlinie sind die Qualitätsanforderungen an die Pflegekräfte in der fachpflegerischen Versorgung beatmeter Menschen.

Als notwendig erachtet wurde, dass jeder Pflegeanbieter für die außerklinische Beatmung eine Fachbereichsleitung bereitstellen muss. Diese übernimmt intern die fachliche Aufsicht und die Qualifikation der Pflegekräfte, sowie die Verantwortung für die außerklinische Versorgung. Die Fachbereichsleitung eines Pflegedienstes eines Pflegedienstes dient innerhalb des Unternehmens als Wissensmultiplikator. Die Fachbereichsleitung muss nicht zwingend die Pflegedienstleitung sein. Jedem beatmeten Patienten, ggf. dem gesetzlichen Betreuer und den Bezugspersonen wird die Fachbereichsleitung bekannt gemacht.

 

Zielgruppe / diese Fortbildungsveranstaltung richtet sich an:

  • Examinierte Gesundheits-und Krankenpfleger/ -innen
  • Examinierte Gesundheits-und Kinderkrankenpfleger/ -innen
  • Examinierte Altenpfleger/ -innen

die in der außerklinischen Intensivpflege tätig sind oder werden wollen und und über keine mindestens einjährige fachspezifische Berufserfahrung im Beatmungsbereich innerhalb der letzten 5 Jahre verfügen oder über keine Zusatzqualifikation als Atmungstherapeut oder in der Fachpflege Intensiv und Anästhesie verfügen.

SPEZIELLE EIGNUNG für Gesundheits- und Kinderkrankenpflegepersonen

Zugangsvoraussetzung:

  • 3 jährige Ausbildung als Gesundheits-und Krankenpfleger/-in
  • 3 jährige Ausbildung als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in
  • 3 jährige Ausbildung als Altenpfleger/ -in

Zeit / Umfang:

120 Std. Kurs (mit DIGAB-Anerkennung) als berufsbegleitende Qualifikation
(Abschluss nach max. 8 Monaten)

  • 40 Std. theoretische fachspezifische Schulung bei einem zertifizierten Kursanbieter (ca. 50 Unterrichtseinheiten je 45 min) im Anschluss daran:
  • 40 Std. Praktikum in einer außerklinischen Beatmungspflegeinstitution (häusliche Beatmungspflege (1:1), Wohngemeinschaft, betreutes Wohnen oder stationäre Pflegeeinrichtung
  • 40 Std. Praktikum in einem Beatmungs- oder Weaningzentrum oder in einer Klinik, die über eine internistische Intensivstation oder ein Weaningzentrum verfügt, oder die alternativ eine disziplinäre Intensivstation betreibt. Das Praktikum kann nicht auf einer rein operativen Intensivstation durchgeführt werden.

Lerninhalte und zu vermittelnde Kenntnisse:

  • Physiologie der Atmung und Beatmung
  • Technik der Beatmungsgeräte
  • Monitoring
  • Sauerstofftherapie
  • Masken- und Trachealkanülen und deren Applikationen
  • Tracheostomamanagement
  • Methoden der Sekretmobilisierung und – elimination
  • Inhalationstechniken
  • Befeuchtungsmanagement der Atemwege

Zusätzlich

  • Allgemeine Pathophysiologie Pädiatrie
  • Kindliche Entwicklung
  • Spezielle Pathophysiologie Pädiatrie
  • Besonderheiten der Heimbeatmung in der Pädiatrie
  • Beatmungszugänge
  • Gerätekunde / Hands On Training
  • Notfallmanagement in der außerklinischen pädiatrischen Beatmung